3x Khemo

So, jetzt bin ich die 3.Woche in der Khemo zur Behandlung. Ich war zwar schon öfter hier im Krankenhaus, aber oft auch wegen anderen Sachen oder wegen Verlängerungen oder so.

3.Zimmer, das erste Mal noch jemand mit nem Laptop. Und einer, der mich sehr böse anschaut. Aber ich glaub, der kommt einfach so mit meinem Aussehen nicht zurecht. Ohrringe, Mütze, Shirt und schräge Hose… das passt nicht zu seinem Bild. Ist mir aber egal.

Der andere Mensch scheint mir sehr viel stabiler zu sein. Schaumermal….

Das alles wurde gegen 15 Uhr gespeichert – und noch keine Sicht irgend eines Artztes!  Angeblich wird das gegen 17Uhr oder später mit der Visite.Und dafür soll ich extra morgens früh hier her kommen. Pah!

So weit erst mal.

Viertel nach vier und ich bin verkabelt, Hurra und jetzt kommt sogar Anne,

online

10.12; 22:47

Online, naja fast.

Lothar hat mich ver-w-lan-t. Voll toll.

Bloß für die Anmeldung zum arschkrebs-blog haben wir wir beide das Passwort nicht dabei. Hihi.

Werd ich halt erst mal so halb online…

 

Die Welt, wenn sie beeinträchtigt wird – oder Soziales Leben im Krankenhaus II

Heut war Weihnachtsfeier für die PatientInnen. Baff!

Tischunterlagen mit Elchen, Kekse, etc. eine nachdenkliche Schrift über Gott und den Menschen.

Und dann der Studentenchor im Flur! WoW!

Aber am Besten war die Schrift.

Auf der Außenseite spricht Hildegard von Bingen über Gottes Sohn, der zum Mensch wurde, damit der Mensch Heimat hat in Gott.

Naja, die Katholen.

Im Innenteil dann aber legen sie los: Weil Gott Mensch geworden ist, führen alle Wege zu Gott immer über den Menschen,

Jaja, die legen sichs auch zurecht wie sie es grade brauchen. Lohnt sich dass jetzt mal auseinander zu nehmen? Ich glaube nich, nicht morgens um kurz vor 6.

Ihre Katharina Kaspers gGmbH

Schlafmittel

ich kenn sie alle. Haha!

10.11

Natürlich kenn ich sie nicht alle, aber eben, also vor so 2 Stunden wieder mal eine Tablette ausprobiert, die so stark sein soll, dass ich nach 1,5 Stunden warten auf Wirkung nur noch eine schwächere, leichtere ohne Rücksprache mit dem Arzt bekomme.

Mal sehn ob ich auf der Tastatur einnicke.

Die Tavor (oder so ähnlich), die ich von meinem Hausarzt bekommen habe, lutsch ich dir weg wie nix.

Vorgestern die Morphinspritzen, die haben mal gewirkt. Leider musste ich viel zu früh aufstehen, wegen des Krankentransports und des Aufnahmetermins hier im Kh. Und Morphin ist auf die Dauer jetzt auch nicht gerade mein Lieblingsmittel.

Luft haben oder nicht haben – ist das hier die Frage?

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=2qyBd1odeZY?hl=en"><img src="http://wassn-arschkrebs.de/wp-content/plugins/images/play-tub.png" alt="Play" style="border:0px;" /></a>

10.11

Eins meiner größten Alltagsprobleme ist es, ordentlich Luft zu bekommen.

Woran diese Knappheit nun wirklich liegt, lass ich an dieser Stelle mal offen. Hier soll es nur um den Fakt gehen, dass ich schwer Luft bekomme.

Während der 2 Monate war ich permanent an Sauerstoff angeschlossen. Kleiner Schlauch mit zwei kleinen stöpselartigen Öffnungen und gibs ihm. Sauerstoff intranasal. Da an der Gerätschaft sauerstoffhaltiges Wasser hochgesprudelt, und mir eingeblasen, wurde, hat Antje immer von meinem Aquarium gesprochen. Hat sich zwar wirklich so angehört, trotzdem konnte ich der mitschwingenden Romantik nur selten folgen.

Ende der 2 Monate hatte sich die Problematik verringert, es schien auch ohne Aquarium zu gehen. Schön.

Zuhause wurde es nach knapp 2 Wochen aber wieder schlechter. Wir haben zwar recht genau auf meine Flüssigkeitszu- und abfuhr geachtet, das diese gleich war, damit ich kein Wasser mehr in der Lunge sammelt, aber das hat nicht so gut hingehauen. Was unter anderem, aber nicht nur an meinen nächtlichen Trinkanfällen (1 L O-Saft exen) lag. Ich musste einfach nicht pissen.

Hat bedeutet, dass ich massive Schlafstörungen bekam. Diesmal nicht wegen Magenschmerzen, dass Problem hatte ich medikamentös „einigermaßen“ in den Griff bekommen, sondern wegen Luftknappheit. Grade sitzen – kein Problem; an der frischen Luft – kaum Problem; aber liegen – ojemine ojemine!

Ergebnis: mehrere Nächte ohne oder nur 3 Stunden Schlaf.

Morphinspritzen: gutes Ergebnis, keine Lösung.

Also bin ich jetzt wieder im Krankenhaus an meinem Aquarium.

Warten II

27.11:

CS-2012-10-03-7667

Heute war es heftig. Okay, dass ich auf Schlafmittel schlecht anspreche, ist eine Sache. Und auch, dass ich deshalb nur 5 Stunden, geteilt, geschlafen habe, geschenkt.

Aber dann mitbekommen, dass ich um 5 Uhr morgens noch wach bin, mir sagen dass ich zwischen 8 – 10 eine CT bekomme und deshalb nichts essen darf, und mich dann bis 13.30 hier sitzen zu lassen, ist eine bodenlose Frechheit. Und jetzt noch die Begründung, aufgemerkt:“ Quarantänepatienten, bin ich ja mit meinen Chlostrydien, kommen zum Schluß dran, danach wird desinfiziert.“

Weder die Schwester, die mich im Rollstuhl, noch die, die mich hochgefahren hat, war verkleidet. Weder die Schwester beim CT, DIE HATTE NOCH NICHT MAL Handschuhe an, noch die Ärztin waren irgendwie geschützt. Und im Anschluss an meine Untersuchung wird gleich die nächste Patientin rein gerollt.

Scheissdreck alles.

Warten

21.11.

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=RTWSSCYUD4E?hl=en"><img src="http://wassn-arschkrebs.de/wp-content/plugins/images/play-tub.png" alt="Play" style="border:0px;" /></a>

Bin weder im Krankenhaus. Bekomme meine Kurzatmigkeit nicht in den Griff. Sehr wahrscheinlich liegt es an dem Wasser in meiner Lunge. Und jetzt sollen die hier mal was machen, aber zackig. Bloß mit dem zackig ist das so eine Sache. Ich hab hier erst mal 4 Stunden auf den Arzt gewartet. Jetzt sind die nächsten 2 Stunden vergangen, in denen ich wenigstens mit Mittagsessen beschäftigt war. Wobei der Verdauungsteil den größeren Anteil hat, logo.
Jetzt geht das Warten weiter. Es wurden mir lauter Untersuchungen angekündigt, aber nicht wann.
Ääätzend!!

Okay, nochmal ne Stunde später, in der ich wenigstens Besuch von einer guten Freundin aus mittlerweile Chicago bekam, geht’s los. Ultraschall der Lunge. Uii, da ist ja gar nicht so viel Wasser. Mmmm. Naja, weitere Untersuchungen morgen abwarten.
Wieder zururück ins Zimmer, mein Besuch ist noch da, Hurra.
5 Minuten später kommen zwei Ärztinnen, um die Bluttransfusion anzulegen.
Die würgen sich ganz schön einen ab, um meinen Port benutzen zu können. Da muss sogar der Oberarzt Hand anlegen. Aber irgendwann klappts. Und meine Freundin aus den Staaten hat ne gute Show bekommen.

Bitte schön gern geschehen.

Das soziale Leben

findet ja in gewissem Sinne auch in einem Krankenhaus statt.

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=6TQmz0DnP5U?hl=en"><img src="http://wassn-arschkrebs.de/wp-content/plugins/images/play-tub.png" alt="Play" style="border:0px;" /></a>

Da gibt es die Normalos, die Verrückten, die nur Kranken, die auch Kranken, die Arbeitsbienen, die Königinnen, die noch Kranken, die schon wieder Kranken.

Und das  in allen Altersstufen, wobei ich mit meinen 47 immer zu den jüngeren zähle.
Da ich mich wie im normalen Leben von solchen sozialen Verbindungen zurückzuhalten versuche, bekomme ich auch nur wenig mit, Ich bin mir aber sicher, dass hier mehr läuft, als auf den erten Blickk so scheint. Und evtl. später in der Kur oder Reha fortgesetzt wird.

Naja, jeder nach seinem gusto.