Für Dich der geht…

So liebe Augen
in weichem Wesen
sind feinster Hauch
im Leben gewesen

Das mit Dir zu bewandern
zu feiern zu reden
durch die Nächte zu ziehen
solch ein Glück hat gegeben

Wo so viele Freunde
begleiteten Dich
feine gütige Wesen
als Dein Leben entwich

Du als freier Mensch
den Moment geseh’n
Dein Gastspiel beendet
hast entschieden zu geh’n

Doch bist um uns herum
und trotzdem enteilt
aber in uns’ren Herzen
Ist das was bleibt

Deine lieben Augen
Werden niemals vergeh’n

Matthias Krankheitsgeschichte

Nach vielen Wochen der körperlichen Schwäche und wiederholt diagnostizierter Lungenentzündung erhielt er Ende August die Diagnose Lungentumor.
Schon die Woche drauf startete er mit der Chemo. Bis auf einen Tag körperlicher Schwäche hat er diese erst mal gut weg gesteckt.
Am 5. September erlitt er dann einen Herzinfarkt und wurde im Bethanien operiert. Im Rahmen der Untersuchungen wurde noch eine Lungenembolie und ein weiteres Blutgerinnsel in der Hauptarterie diagnostiziert. Wegen der drohenden Verstopfung der Hauptarterie wurde er nach Bad Nauheim zur Thoraxop gebracht. In diesen Tagen hat er mehrere lebensgefährliche Situationen überlebt. Die gute Nachricht ging fast unter, die Chemo hat den Tumor zurückgedrängt.
Nach gelungener OP und kurzer Stabilisierungsphase wurde er in das Elisabethenkkh verlegt, die von der Tumorseite her für ihn verantwortlich waren. Sein Zustand war leider nicht sehr stabil, so dass er wieder auf Intensivstation landete, wo er weitere drei Wochen, teilweise mehr Tod als Lebendig, verbrachte. Nachdem sich sein Organismus dann doch soweit stabilisiert hatte und nach zwei weiteren Wochen auf Normalstation auch der Darmkeim so weit bekämpft war, durfte er Ende Oktober nach Hause. Dort hat er wieder die Freude am Essen gefunden und konnte sich psychisch auch wieder stabilisieren.
Die Entscheidung, die Chemo weiter zu machen, hatte er schon nach einigen Tagen getroffen.
Aufstehen, sich zu bewegen, zu sitzen, alles war eine Riesenanstrengung. Die durch den Herzinfarkt sehr ausgeprägte Herzinsuffizienz prägte die folgenden Wochen.  Diese waren bestimmt von leichten Fortschritten aber auch Rückschritten in der Regeneration. Die körperlichen Einschränkungen durch die Herzinsuffizienz wurden auch immer klarer. Auch mit Konzentrationsproblemen, Sehproblemen nächtlicher Unruhe musste er zurecht kommen. Dann nahm die Kurzatmigkeit wieder zu, kurzfristiges Überbrücken mit Morphin wurde vom Hausarzt abgesegnet. Da aber auch keine Lösung, wieder ab ins Krankenhaus, das war Mitte November. Da der Darmkeim auch wieder da war, gab es für die nächsten Tage wieder ein luxuriöses Einzelzimmer. Ende November durfte er nach Hause. Der nächste stationäre Chemotermin war für die Woche darauf angesetzt. Die Chemo wurde um zwei Wochen verschoben, da er zu viel Wasser (auch eine Folge der Herzinsuffizienz) im Körper angesammelt hatte. Nach drei Wochen Krankenhaus durfte er wiederum nach Hause, musste aber nach drei Tagen am 24. Dezember wieder stationär aufgenommen werden, da sein Immunsystem in Folge der Chemo zusammengebrochen war. Auch dies hat er überlebt und kam Anfang Januar nach Hause. Nach zehn Tagen war dann schon wieder der nächste Chemotermin im Krankenhaus angesetzt. Nach wieder mal „ein bisschen“ entwässern wurde die Chemo zügig durch gezogen und Anfang Februar ging es wieder nach Hause, es waren sogar zwei Tage Urlaub am Main möglich.
Am Sonntag den 10.02. hatte er starke Schmerzen durch das Wasser im Körper und kam zwei Tage früher als geplant ins Kkh. Nach drei Tagen entwässern wurde ihm Chemo 4 verabreicht. Zehn Tage später war sein Immunsystem wieder sehr geschwächt.
Am 26.02. ist er dann nach der Blutentnahme und vor der Visite eingeschlafen.

 

Matthias ist gestorben

Matthias ist am Dienstag, den 26.02. im Krankenhaus verstorben.

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, den 07.03. um 10.30 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt a. Main in der großen Trauerhalle statt.
Im Anschluss treffen wir uns im Feinstaub, Friedberger Landstrasse 131 in Frankfurt a. Main.

„Wer bei meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr.“ (Stan Laurel und Matthias Hecktor)

7.2.13 Ogottgottgottgottgottogott!!!!!

Ich hatte schon mal über meinen geschwollenen Schwanz geschrieben. Nun also auf ein Neues. Keine Ahnung was er wiegt, aber gefühlt hat er 10x10x10 Zentimeter Durchmesser. Und das ist ist nicht wenig, ehrlich. Er behindert so gut wie alles. Alles.

Dafür will er immer gemeinsam aufs Klo, Auch wenn nix passiert. Ist das anstrengend,

Topaktuell 13.2.2013

Ja, auch das passiert hier: am selben Tag was geschrieben wie auch ins Netz gesetzt. Tadaa!

Also, heute Beginn von Khemo. 3 oder4 , dass weiß ich leider nicht mehr.

Ich lieg hier also unter nem durchsichtigen 500ml Beutel, parallel hinzu unter mir ein durchsichtiger Katheterbeutel. Also voll verkabelt.

Ich warte jetzt einfach ab was passiert, gesagt bekommst du ja eh nix (Kommunikation).

Antje kommt inner Stunde mit dem Essen (Hurra), das wird ein Fest.

Irgendwann heut hört die Khemo dann auf, auch keine Ahnung wann (:((

3x Khemo

So, jetzt bin ich die 3.Woche in der Khemo zur Behandlung. Ich war zwar schon öfter hier im Krankenhaus, aber oft auch wegen anderen Sachen oder wegen Verlängerungen oder so.

3.Zimmer, das erste Mal noch jemand mit nem Laptop. Und einer, der mich sehr böse anschaut. Aber ich glaub, der kommt einfach so mit meinem Aussehen nicht zurecht. Ohrringe, Mütze, Shirt und schräge Hose… das passt nicht zu seinem Bild. Ist mir aber egal.

Der andere Mensch scheint mir sehr viel stabiler zu sein. Schaumermal….

Das alles wurde gegen 15 Uhr gespeichert – und noch keine Sicht irgend eines Artztes!  Angeblich wird das gegen 17Uhr oder später mit der Visite.Und dafür soll ich extra morgens früh hier her kommen. Pah!

So weit erst mal.

Viertel nach vier und ich bin verkabelt, Hurra und jetzt kommt sogar Anne,

Ha, da bin ich ich ihch  wiededer, Und auch auch nuch kurz. War war mal widdere im Kkkh Beschäftigt. Nexte Kheermo

Wasser

6.12

 

Ich hätte nie gedacht, das Wasser so ein Problem werden kann.

Ich wollte ja gestern mir der Khemo Teil 2 anfangen. War auch alles okay, bis es dann zum Wiegen ging.

95 kg !!!

Im Vergleich zu 79 vor 10 Tagen. Was ist passiert?

Wasser, überwiegend in den Beinen. Ich hatte zwar eine Verdickung bemerkt. Dass es aber 16 kg werden würden, und könnten, hätte ich nie gedacht. Mittlerweile fällt das auch mir auf. Ganz besonders am Schwanz. Oh Menno, der ist vielleicht aufgedunsen und -gebläht. Und zwar nirgendwo in irgendeinem positiven Sinne. Soll heißen wenn ich sitze dann nur breitbeinig. Genauso beim laufen. Hab den Eindruck, dass er bald so dick ist, dass er platzt. Ehrlich. Tut überhaupt nicht weh,sieht aber so aus.

Jaja!

Ich bekomm jetzt i.v. Medikamente, dass soll wohl schneller und besser wirken. Aber bisher bewegt sich da noch nicht viel. Die Ärzte sind sich auch nicht sicher warum. „Erst mal probieren, dann sehn wir schon.“